Der Corona-Blog

Covid-19 hat viele Menschen in den Bann gezogen. Gesundheitlich weit weniger als emotional und mental. Dieses in den Bann Ziehen ging an Wissenschaftlern nicht vorbei. Dieser Blog beschreibt die Aktivitäten verschiedener Wissenschaftler aus dem Bereich der Volkswirtschaftslehre, Ökonometrie, Virologie und Physik, die gemeinsam versuchen, die Entwicklung von Covid-19 in Deutschland greifbar zu machen. Viel wurde erreicht, noch viel mehr bleibt jedoch noch zu verstehen. Die wissenschaftlichen Fachartikel zu diesem Blog finden sich auf einer anderen Seite.

Wie lange dauert die Corona-Epidemie? Einschätzung vom Sonntag, 29. März

Pressemitteilung

Die durch den Coronavirus CoV-2 ausgelöste Pandemie hält Deutschland und die Welt fest im Griff. Deren Bedeutung für die gesamtgesellschaftliche Gesundheit und Wirtschaft und für das allgemeine mentale Wohlempfinden in Deutschland benötigt keiner Betonung. Die dringendste Frage dieser Zeit scheint zu sein – wie lange geht das noch?

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Die Maßnahmen gegen Corona zeigen erste Wirkungen! Einschätzung vom Donnerstag, 26. März

Pressemitteilung

[gemeinsam mit Tobias Hartl und Prof. Dr. Enzo Weber, Universität Regensburg] Seit Samstag dem 14. März finden keine Bundesligaspiele mehr statt, fast alle anderen Sportveranstaltungen einschließlich des Amateurbereichs wurden abgesagt, seit Montag den 16. März sind in fast allen Bundesländern Schulen und Kindergärten geschlossen. In vielen Universitäten wurden Prüfungen abgesagt. Ziel dieser Maßnahmen, die einem Bund-Länder Beschluss vom 13. März folgten, ist es, die Anzahl der sozialen Kontakte und damit der Infektionen und Neuerkrankungen an SARS-CoV-2 zu reduzieren. Gleiches gilt für weitere darauffolgende Maßnahmen wie Schließungen im Bereich Gastronomie und Unterhaltung sowie Ausgangsbeschränkungen.

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Haben die Bund-Länder Beschlüsse etwas gebracht? Einschätzung vom Montag, 23. März

Pressemitteilung

[gemeinsam mit Tobias Hartl und Prof. Dr. Enzo Weber, Universität Regensburg] Seit Samstag dem 14. März finden keine Bundesligaspiele mehr statt, fast alle anderen Sportveranstaltungen einschließlich des Amateurbereichs wurden abgesagt, seit Montag den 16. März sind Schulen und Kindergärten geschlossen. In Universitäten wurden Prüfungen abgesagt. Ziel dieser Maßnahmen, die einem Bund-Länder Beschluss vom 13. März folgten, ist es, die Anzahl der sozialen Kontakte und damit der Infektionen und Neuerkrankungen an SARS-CoV-2 zu reduzieren. Gleiches gilt für weitere darauffolgende Maßnahmen wie Schließungen in Bereichen wie Gastronomie, Handel und Unterhaltung sowie Ausgangsbeschränkungen.

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Einschätzung vom Dienstag, 17. März

[gemeinsam mit Rene Glawion] Der Bund-Länder-Beschluss vom letzten Freitag und die Folgen (u.a. Schulschließung, keine Sportveranstaltungen) sollte gut eine Woche später zu einer Reduktion zumindest der Wachstumsrate der Anzahl der gemeldeten Erkrankten führen. Diese Vermutung wurde in der Einschätzung vom 15. März erläutert. Die Frage ist nun, wie überprüft werden kann, ob diese Vermutung auch stimmt.

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Einschätzung vom Sonntag, 15. März

Warum die von Bund und Ländern am Freitag beschlossenen Maßnahmen hilfreich sind, aber erst in ein bis knapp zwei Wochen wirken werden

[Prof. Dr. Bodo Plachter und Prof. Dr. Klaus Wälde] Gestern gab es hier in diesem Blog keine Einschätzung, die Zahlen steigen unverändert an. Heute geht es um die von Bund und Ländern am Freitag beschlossenen Maßnahmen. Diese Maßnahmen, wie Schulschließung und Absage fast aller Sportveranstaltungen, wirken vermutlich erst in ein bis knapp zwei Wochen. Dies folgt aus einfachen grundsätzlichen Überlegungen.

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Einschätzung vom Freitag, 13. März

Im Vergleich zu gestern fiel die Wachstumsrate, im Vergleich zu den Vortagen ist sie höher. Zur Entspannung können diese Zahlen auch nicht beitragen. Die Hoffnung besteht, dass alle heute beschlossenen Maßnahmen in ein bis drei Wochen wirken. Alle bis heute Infizierten werden weiterhin bis Erreichen der üblichen Inkubationszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen. Wenn die heutigen Maßnahmen greifen, können sich Wachstumsraten senken.

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Einschätzung vom Donnerstag, 12. März

Die heutige Zuwachsrate war eine Enttäuschung - viel zu hoch, sie lag bei über 50%. Damit scheint die Hoffnung der letzten Tage auf einen Rückgang der Wachstumsraten erstmal dahin. Warum ist (neben der offensichtlichen gesellschaftlichen Bedeutung) ein Rückgang der Wachstumsraten so wünschenswert? Ein Rückgang der Fallzahlen der Erkrankungen wird noch lange auf sich warten lassen (selbst wenn man die inzwischen Genesenen berücksichtigen würde). Also besteht der erste Lichtblick bei einem Rückgang eines Wachstumsprozesses immer im Rückgang der täglichen Wachstumsrate des Wachstumsprozesses.

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